[Erklärung zur Überschrift: Honshu ist die größte der 4 japanischen Hauptinseln]
Mittlerweile sind tatsächlich schon 4 Wochen Japan ins Land gegangen. Der Sommer hat entgültig Einzug gehalten und mittlerweile bin ich beim dritten Host auf einer Insel östlich von Hiroshima angekommen. Ich vermag nicht zu sagen, ob die Zeit schnell verging. An den vielen Dingen, die ich schon gesehen und erlebt habe, kommt es mir vor, als sei ich schon ewig hier. Andererseits vergeht die Zeit so aber auch wie im Flug.
Nächste Woche geht es weiter nach Kyushu, die südlichste der japanischen Hauptinseln, Anfang Juni fliege ich dann in den Norden nach Hokkaido und dann ist auch schon Juli und ich werde mich in Tokyo mit Andi treffen.
Letzte Woche habe ich mir Himeji-Jô, das größte Schloss Japans angeschaut, welches als einziges tatsächlich noch in seinem hölzernen Originalzustand von Anfang des 16. Jahrhunderts erhalten ist und seit 1993 zum Weltkulturerbe zählt.

So langsam füllt sich meine Liste... Zurück in Deutschland sollte ich mich auch dort mal umschauen, was es da so an Weltkulturerbe gibt. Tipps?
Außerdem habe ich einen Tag im Koraku-Koen verbracht, einem der drei schönsten Parks Japans in Okayama. Hier findet man japanische Gartenkultur wie man sie sich vorstellt. Akkurat zurecht gestutzte (oder wachsen die so?) kugelförmige Büsche mit hübschen Blüten. Weite Rasenflächen, die man leider Gottes kaum betreten darf. Hier und da ein Teehaus und natürlich kleine Bäche, Wasserfälle und die dazugehörigen Kois.

Was die Farmarbeit der letzten Woche angeht, so hab ich mehr oder minder fleißig Erdbeeren geplückt, aber mehr noch meine Freizeit genossen.

Irgendwie hatte es Taniguchi-san nicht so mit der rationalen Arbeit. Ich glaube, das, was ich da in ner Woche gemacht hab, hätte man an 2 Tagen bewerkstelligen können. Naja ... ich will mich ja nich beschweren. Denn auch mein bisher größtes Abenteuer habe ich dort erlebt: Ich bin - ob ihrs glaubt oder nicht - Auto gefahren. Ganz allein, auf der linken Straßenseite, mit dem Lenkrad rechts und dem Blinker mit der rechten Hand zu bedienen.

Ok - das Auto hatte Automatik und auf den 15 km zum Strand und zurück musste ich nur 2x abbiegen. So war es eigentlich gar nich so schwer. Aber erlaubt isses glaub ich trotzdem nich - ohne internationalen Führerschein...
Nun bin ich gespannt, was mir diese Woche bringen wird. Der erste Tag hier bei den Yokomotos auf Osakikamijima (jima = Insel) war aber sehr angenehm. Hier bin ich bereits Wwoofer Nr. 27. Es gibt einen geregelten Tagesablauf, die Freizeit kommt auch nich zu kurz und ... hier wird Japanisch gesprochen. Englisch gibts hier nur im Notfall. Es klappt aber eigentlich ganz gut! Yokatta! (Ich freue mich)
Mehr Bilder wie immer bei
Flickr!