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Freitag, 27. Juni 2008

Englisch? Deutsch? Japanisch? Is' mir doch Wurst!

Das WWOOFer-Leben hier bei Uragamis in Shurui ist doch recht angenehm. 9 Uhr Frühstück, ab 11 eventuell für 2 Stunden helfen, danach Mittag und Freizeit. Neben den üblichen Aufgaben Abwaschen und Unkraut-Zupfen konnte ich hier zusammen mit den anderen beiden WWOOfern aus Hong Kong auch schon bei der Wurstherstellung helfen.


Schließlich betreibt die Familie eine kleine Fleischerei mit angeschlossenem "Meat-Restaurant". Auf der Speisekarte stehen unter anderem Weißwürste und Frankfurter als typisch deutsche Gerichte. Für mich sind das ja alles Bratwürste. Vor allem frage ich mich, ob Weißwürste in Deutschland (Bayern) nicht grundsätzlich gekocht und schlabberig wie sie sind ausgezutscht werden. Oder gibt’s die auch gebraten? Hier jedenfalls werden alle Würste gebraten und alle sind sie ziemlich klein. So ne richtig leckere Thüringer Bratwurst oder so hab ich noch nich bekommen. Leider kann ich aber mit meinem äußerst begrenzten Wurst-Wissen Uragamis auch keine hilfreichen Tipps geben - selbst wenn ich aus Deutschland komme. Na zumindest die deutschen Vokabeln kann ich mit Ihnen üben.

Dazu kommt am Nachmittag noch ein wenig Englisch. In Teilzeit gibt Frau Uragami Englisch-Unterricht für Kinder, wo ich als Deutsche natürlich eine Attraktion bin. Alle 2 Stunden werde ich dann zu einer kleinen Vorstellungs-, Frage-, Antwort-Runde gerufen und lasse mich bestaunen. Aber auf diese Weise höre ich auch vom Alltag der Kinder, der von der Mitgliedschaft verschiedenen Vereinen, Schulklubs und Nachhilfe-Unterricht geprägt ist. Wobei Nachhilfe hier obligatorisch bzw. normal zu sein scheint. Man muss dazu kein schlechter Schüler sein.

Gegen 8 gibt es wird dann meist ziemlich opulent zu Abend gegessen. Das Foto zeigt zum Beispiel Sashimi (Rohen Fisch) und Ebi-Tempura (=fritierte Garnelen). Dazu selbstverständlich Reis, Soya-Soße mit Rettich ... und Bier. Das darf ich mir hier selbst zapfen - Soviel ich will :P


Später geht’s entweder nochmal für 500 Yen (ca. 3 Euro) in den Onsen nebenan oder eben ins Ofuro im Haus. Dabei lohnt die Investition in den Onsen zu gehen durchaus: Zum einen ist er sehr atmosphärisch gestaltet. Anstatt Fließen ist alles mit Naturstein ausgelegt, es gibt ein größeres Becken, ein kleines Sprudelbecken und auch ein Rotemburo (=Außenbecken). Außerdem noch ein kaltes Becken, da auch eine kleine Sauna angeschlossen ist. Nichts besonderes, aber schön. Was aber das beste ist: Das Wasser wirkt sich tatsächlich sehr positiv auf meine Hautprobleme an den Händen aus. Es ist bekannt, dass dem Wasser eines jeden Onsen bestimmte heilende Kräfte zugeschrieben werden. Meist ist die Haut auch ganz weich, nachdem man in einem Onsen war. Aber hier habe ich es zum ersten Mal wirklich bemerkt, dass das Wasser auch heilen kann. Hat richtig was von Kuraufenthalt ;)

Montag, 14. April 2008

Spa-World

Nach dem ganzen Sightseeing und den vielen Eindrücken der letzten Tage, habe ich mir heute ein wenig Entspannung gegönnt. Direkt gegenüber von meinem Hotel befindet sich praktischerweise der riesige Badekomplex von Spa-World.


Über fünf Etagen erstrecken sich Badelandschaften im europäischen und asiatischen Stil, durchgestylte Ruheräume, Massage-, Trainings- und Schönheitsabteilungen und auch die obligatorischen Spaßpools und Riesenrutschen dürfen natürlich nicht fehlen. Dennoch alles voneinander getrennt, so dass ich schön in der Asia-Zone relaxen konnte. Dort hat man versucht, die Badekultur in Asien nachzuahmen, so dass es vom klassischen japanischen Onsen (=heiße Quelle), über ein persisches Bad bis hin zu einem Bad, dass einer islamischen Moschee nachgeahmt war, viele Möglichkeiten des Relaxens gab.


Der japanische Onsen war übrigens unter freiem Himmel, so dass ich gleichzeitig den Sonnenschein heute genießen konnte. Wir haben hier mittlerweile knapp 20 Grad.