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Donnerstag, 17. April 2008

Liebenswertes Osaka

Nun bin ich bereits eine Woche in Osaka. Wahrlich keine Zeit, eine Stadt wirklich kennenzulernen, dennoch Zeit genug, einen gewissen Eindruck zu gewinnen.

Auch wenn ich mich an die grellen Leuchtreklame-Schilder, das Dröhnen der Spielhallen und an die lautstarken Promoter vor Restaurants und Geschäften erst einmal gewöhnen musste, fühle ich mich mittlerweile doch recht wohl hier. Als Betonwüste, wie die Stadt hier und da verschrien ist, nehme ich Osaka nicht wahr. Man bewegt sich durch eine Mischung aus moderner Hochglanz-Architektur und älteren, vielleicht auch etwas baufälligeren Gebäuden, die zusammen eine Struktur ergeben, die sehr natürlich wirkt.

Am sympatischsten ist mir das südliche Stadtzentrum zwischen Nanba und Shinsaibashi. Hier findet man eine bunte Mischung von Geschäften aller Art (Alt + Neu, Groß + Klein, Schräg + Bieder, ...), die sich in wilder Kombination in langen Einkaufsstraßen aneinander reihen.
Heute war ich im Cuidaore. Ein landesweit bekannter Fresstempel, dessen trommelnder Clown am Eingang bereits seit 60 Jahren Gäste einläd, "bis zum umfallen zu fressen". Genau das ist nämlich die Übersetzung des französisch klingenden Namens :) Nun aber soll das altehrwürdige Restaurant geschlossen werden. Mehr dazu könnt ihr gern bei Tabibito nachlesen.


Mehr noch als die architektonischen Besonderheiten aber fällt mir eine Herzlichkeit bei den Menschen auf, wie ich sie in Japan nicht erwartet hätte. Ich kann mittlerweile nicht mehr zählen, wieviele Leute mir hier schon den richtigen Weg gewiesen haben oder mich gleich bis zum Ziel begleitet haben.

Vergessen darf man allerdings nicht, dass meine Sicht auf Osaka auch gleichzeitg meine ersten Eindrücke von Japan überhaupt wiederspiegelt. Sicher werde ich in einem halben Jahr, wenn ich nach meiner Tour durchs Land wieder hierher zurück komme, einen differenzierteren Blick haben. Darauf bin ich selbst schon sehr gespannt.


Osaka hat übrigens 2,6 Millionen Einwohner und ist damit nach Tokyo (8,5 Mio) und Yokohama (3,6) die dritt-größte Stadt Japans. Wie schon erwähnt ist sie bekannt für ihre hervorragende Küche. Darüber hinaus spricht man hier einen eigenen Dialekt, Kansai-ben, von dem ich aber zugegebenermaßen nix mitbekomme... Liegt wohl an den unausgereiften Japanisch-Kenntnissen.

Montag, 14. April 2008

Spa-World

Nach dem ganzen Sightseeing und den vielen Eindrücken der letzten Tage, habe ich mir heute ein wenig Entspannung gegönnt. Direkt gegenüber von meinem Hotel befindet sich praktischerweise der riesige Badekomplex von Spa-World.


Über fünf Etagen erstrecken sich Badelandschaften im europäischen und asiatischen Stil, durchgestylte Ruheräume, Massage-, Trainings- und Schönheitsabteilungen und auch die obligatorischen Spaßpools und Riesenrutschen dürfen natürlich nicht fehlen. Dennoch alles voneinander getrennt, so dass ich schön in der Asia-Zone relaxen konnte. Dort hat man versucht, die Badekultur in Asien nachzuahmen, so dass es vom klassischen japanischen Onsen (=heiße Quelle), über ein persisches Bad bis hin zu einem Bad, dass einer islamischen Moschee nachgeahmt war, viele Möglichkeiten des Relaxens gab.


Der japanische Onsen war übrigens unter freiem Himmel, so dass ich gleichzeitig den Sonnenschein heute genießen konnte. Wir haben hier mittlerweile knapp 20 Grad.